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Künstliche Intelligenz

Wie ein Sprachmodell funktioniert, ganz ohne Mathe

Was zwischen deiner Frage und der Antwort eines KI-Assistenten passiert, verständlich erklärt.

Von MATHEUZERA-RedaktionVeröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

Weißer humanoider Roboter mit großen Augen

Assistenten wie ChatGPT, Claude und Gemini basieren auf Sprachmodellen. Hinter dem Gespräch steckt eine einfache Idee, wiederholt in enormem Maßstab: vorhersagen, welches Textstück als Nächstes kommt.

Text wird zu Tokens

Das Modell liest weder Buchstaben noch ganze Wörter. Es zerlegt Text in Tokens, Stücke, die ein kurzes Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen sein können. Jedes Token wird zu einer Zahlenliste, die das Modell verarbeiten kann.

Vorhersagen, Wort für Wort

Im Training sieht das Modell eine riesige Menge Text und passt Milliarden Parameter an, um das nächste Token zu treffen. Beim Antworten macht es dasselbe: Es wählt ein wahrscheinliches Token, hängt es an die Antwort an und wiederholt das. So entsteht die ganze Antwort, Stück für Stück.

  1. Vortraining

    Das Modell lernt Sprachmuster, indem es Text in großen Mengen vorhersagt.

  2. Feinabstimmung

    Gesprächsbeispiele bringen ihm das Assistentenformat bei: Anweisungen folgen und klar antworten.

  3. Menschliche Bewertung

    Menschen vergleichen Antworten, und das Modell wird so angepasst, dass es die hilfreichsten und sichersten bevorzugt.

Das Kontextfenster

Das Modell sieht nur, was ins Kontextfenster passt: das aktuelle Gespräch, hochgeladene Dateien und Anweisungen. Was außerhalb liegt, existiert für das Modell in diesem Moment nicht.